Zahnlexikon
Fachwissen rund um Zähne und Zahntechnik von A bis Z
Damit die Sprache der Zahnärzte für Sie nicht Fachchinesisch bleibt,
möchten wir mit
unserem Zahnlexikon ein wenig Klarheit schaffen.
Wir haben für Sie die gängigsten Begriffe im zahnmedizinischen
und -technischen Bereich zusammengefasst und erläutert.
Alle angesprochenen Themen können auf keinen Fall eine fachliche Untersuchung
bei Ihrem Arzt oder Zahnarzt ersetzen. Vor Selbstdiagnosen aufgrund der hier
ange-
botenen Informationen wird ausdrücklich gewarnt. Copyright by zahn-online.
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Abformung:
Anfertigung eines Abdruckes der Zähne mit Hilfe von plastischen Abformmassen (Alginat, Silikone, Gips etc.). Mit diesem Abdruck, von Zähnen oder Kiefer, fertigt der Zahntechniker den Zahnersatz.
Abrasion:
der Kauflächen. Abnutzung der Zahnhartsubstanz. Häufiges, meist unbewusstes Zähneknirschen, im Schlaf und beim Stress, beschleunigt diesen Abtragungsprozess.
Adhäsivtechnik:
Klebstofftechnik, dabei werden Restaurationen aus Komposit oder Keramik in den Zahn geklebt.
Air-Flow-System:
Gerät, das Natriumcarbonat mit Wasser und Luft durch Druck auf die Zähne bringt und damit z.B. Nikotin-, Tee-, Kaffee-, und Nahrungsreste entfernt.
adhäsiv:
haftend, anhaftend.
Alginat:
Abdruckmaterial: aus Meeresalgen, bevorzugt Braunalgen, gewonnenes Polysaccharid.
Alveole:
Das knöcherne Zahnfach im Kieferknochen, nimmt die Zahnwurzel auf.
Amalgam:
Legierung des Quecksilbers mit einem oder mehreren Metallen
(Feilung). Das Mischungs-
verhältnis zwischen Feilung und Quecksilber beträgt je nach Präparat
in etwa 1:1.
Zusammensetzung des Feilungspulvers:
Ag = Silber
Sn = Zinn
Cu = Kupfer
Hg = Quecksilber
Zn = Zink
Sonstige Bestandteile:
Zr = Zirkonium
Sb = Antimon
Pd = Palladium
In = Indium
Heute sind nur noch sog. Gamma - 2 - freie Amalgame am
Markt, die die korrosionsanfälligste Zinn-Quecksilber-Phase nicht mehr
enthalten. Amalgamfüllungen dürfen nur für okklusionstragende
Füllungen im Seitenzahnbereich eingesetzt werden und nur dann eingesetzt
werden, wenn andere plastische Füllungswerkstoffe nicht indiziert sind
und andere Restaurationstechniken nicht in Frage kommen. Weitere Anwendungsbeschränkungen
aus vorbeugendem Gesundheitsschutz betreffen u.a. Patienten mit schweren
Nierenfunktionsstörungen und Kinder bis zum 6. Lebensjahr. Aus Gründen
des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Zahl der Amalgamfüllungen
für den einzelnen Patienten so gering wie möglich sein, da jede
Amalgamfüllung zur Quecksilberbelastung des Menschen beiträgt.
Amalgam ist nicht geeignet:
* für retrograde Wurzelfüllungen,
* als Material für Stumpfaufbauten
zur Aufnahme von Kronen oder Inlays,
* als Füllungsmaterial in gegossenen
Kronen.
Bei okklusalem oder approximalem Kontakt mit vorhandenem
gegossenem Zahnersatz sollte keine neue Amalgamfüllung gelegt werden.
Aufgrund
der Exposition der Föten gegenüber
Quecksilber aus den Amalgamfüllungen der Mutter sollte aus Gründen
des vorbeugenden Gesundheitsschutzes keine bzw. keine weitere Anwendung in
der Schwangerschaft erfolgen. Alternativmaterialien sollten nach Möglichkeit
Vorrang haben.
Amalgamausleitung:
Eine Ausschwemmung der in verschiedenen Körpergeweben
gespeicherten Quecksilber- und Metallionen, die dort an Eiweiße gebunden
sind, wird insbesondere dann sinnvoll und ratsam, wenn im Zuge einer Amalgamsanierung
alle alten Amalgamfüllungen entfernt werden. Die Durchführung einer
Ausschwemmung ist unkompliziert und erfordert zumeist lediglich die einmalige,
tägliche Einnahme eines Medikaments über einen begrenzten Zeitraum.
Nur in einigen Fällen erscheint eine Unterstützung mit speziellen
Injektionen hilfreich. Das Medikament stabilisiert die Metalle
in den Geweben, bindet diese und fördert deren Ausscheidung über
die Niere.
Anästhesie:
Schmerzmittel
Analogsedierung:
Das Bewusstsein behalten und trotzdem den Schmerz nicht spüren kann der Patient bei der Analgosedierung, der Ausschaltung des Schmerzempfindens mittels Injektion in den Arm, wobei der Patient, obwohl in einen schlafähnlichen Zustand versetzt, selbstständig kontinuierlich atmet und weiterhin auf physische Stimuli und verbale Kommandos des Behandlers reagieren kann. Da die Analgosedierung den Schmerz nicht verhindert, sondern lediglich das Empfinden beeinflusst, bleibt eine örtliche Betäubung, die Lokalanästhesie, meist unvermeidlich. Nach einer solchen Behandlung ist wie unter Hypnose hinterher keine Erinnerung daran mehr vorhanden.
Antagonist:
Gegenspieler; Zahn im Kiefer gegenüber.
Aphten:
Schmerzhafte entzündliche Veränderungen der Mundschleimhaut, soll vermutlich das Herpes Virus sein. Heilung innerhalb ein bis zwei Wochen.
Approximalfläche
Fläche an den Zähnen, die sich zwischen den
Zähnen befindet. Karies, die sich da
bildet = Approximalkaries.
Artikulation:
Das Auf- und Zuklappen des Unterkiefers.
Athrophie
Schrumpfung und Schwund des Kieferknochens, meist nach Zahnverlust.
Augmentation
in der Zahnheilkunde: Wiederherstellung verloren gegangener Knochensubstanz.